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2010 Sounds. Radio – Kunst – Neue Musik

Neuer Berliner Kunstverein, Berlin

Die Ausstellung "Sounds" macht Radio als künstlerisches Medium begehbar und räumlich erlebbar. Ausgehend von der Faszination der Ort- und Körperlosigkeit, welche die frühen Radiojahre bestimmt hat, eröffnet sie eine überraschende Perspektive auf die physische und psycho-ästhetische Dimension von Radiokunst und auf ihr Potenzial, komplexe Erfahrungsräume zu kreieren. Die Ausstellung will ausgehend von der medieneigenen Vielstimmigkeit der Radiokunst die Wechselwirkung von Raumkunst, akustischer Kunst und öffentlichem Raum darstellen. Sie versammelt 140 KünstlerInnen, AutorInnen und MusikerInnen mit Beiträgen aus Geschichte und Gegenwart der Hör-, Klang- und Radiokunst.

id3d-berlin themengestaltung entwickelt die Gestaltung der Ausstellung als Soundinstallation und gemeinsam mit 3pc ein digitales Hörarchiv, gestaltet das Booklet, die Ausstellungsgrafik und übernimmt die Produktion.

Digitales Hörarchiv zur Ausstellung

Nach einem Konzept und einer gestalterischen Vorlage von id3d-berlin hat die Kommunikationsagentur 3-point concepts einen Infoterminal zur Ausstellung programmiert. Dieses digitale Hörarchiv zur Radiogeschichte fungiert als erweiterter Echoraum der Ausstellung "Sounds". In enger Zusammenarbeit mit deutschen Hörfunk-Sendern wurde vom n.b.k. ein Fundus von 140 KünstlerInnen, AutorInnen und MusikerInnen angelegt, die den Besuchern über zwei Computer-Terminals zugänglich gemacht werden. Bei der Realisierung der Benutzeroberflächen in Flash wurde besonderer Wert auf eine einfache, intuitiv zu erfassende Benutzerführung gelegt.

Gestaltung
Soundinstallation
Digitales Hörarchiv (in Zusammenarbeit mit 3-point concepts)
Booklet
Ausstellungsgrafik
Produktion
 

Pressestimmen


"Das experimentelle Prinzip dieser Ausstellung deutet also fürwahr unendliche akustische Welten an und hätte eine Fortsetzung auch im größeren Rahmen durchaus verdient." (Deutschlandradio Kultur, Fazit, 12.02.2010)

"Dem Besucher begegnet karge weiße Leere, die an ein Sanitärareal erinnert. Duschköpfen gleichen die von der Decke herabbaumelnden zylindrischen Metallkörper, aus denen Stimmen und Geräusche dringen, während darunter in den Fußboden eingelassene Kreise den Blick auf sich ziehen und irritierende, fast magische Wirkung entfalten (...) Sind Töne sonst eher Anhängsel visueller Darbietungen, hier stehen sie im Mittelpunkt." (FAZ, 10.03.2010)

Mit der netzhaften Strukturierung des Inhalts, die dem Gast überlässt, an welchem Punkt er wie tief einsteigt, setzt die Ausstellungsgestaltung Maßstäbe." (Der Tagesspiegel, 17.02.2010)

"Blickt man von außen in die Räume (...) offenbart sich ein absurdes Bild: Menschen trippeln selbstvergessen auf der Stelle herum, konzentriert bis belustigt scheinen sie auf etwas zu lauschen (...)." (Neues Deutschland, 12.03.2010)

"Konzentrische schwarz-weiße Kreise am Boden, darüber hängen weiße Lautsprecher. Man meint, sich auf einem riesigen Spielbrett zu bewegen, bei dem man von einem Feld zum nächsten vorrücken muss. Tritt man in einen der Kreise, schaltet sich der Lautsprecher oberhalb des Kopfes ein. (....) Sobald andere Besucher einen benachbarten Ring aufsuchen, vermischen sich die verschiedenen Klänge zu einer Zufallscollage." (taz, 19.02.2010)

"Der Besucher wird (...) selbst zum Regler." (art-in berlin.de, 17.02.2010)


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